„Tapetenwechsel“ einmal vor dem Abriss: Party am 15. Februar mit „Bazouka Groove Club“

"Bazouka Groove Club" mit (von links): Marcus Müller, Niklas ¬Vetter, Sebastian „Basti“ Blanke, Joscha Mengel und Philipp Greiner.

 „Tapetenwechsel“ - der Titel des Debüt-Albums der Rap-Rock-Band „Bazouka Groove Club“ scheint, als wäre eigens für die Abrissparty am 15. Februar ab 19 Uhr in den WABL-Hallen in der Cölber Lahnstraße geschrieben.

Doch mitunter trügt der Schein, die Band passt einfach zur Abrissparty in den ehemaligen Industriehallen, wenn der St. Elisabeth-Verein Marburg vor dem Rückbau  - so heißt es im Amtsdeutsch so schön – noch einmal in den Hallen feiert, in denen drei Jahre lang eine Vielzahl von Veranstaltungen stattgefunden hat. Das Wort  Abriss darf am 15. Februar ab 19 Uhr bei der Party wörtlich genommen werden – wenn auch nur an einer Wand: Dürfen Steine rausgehämmert und gerne auch mitgenommen werden. Zudem ist an einer weiteren Wand freies Malen angesagt: fast ohne Grenzen.    

Dazu tritt der „Bazouka Groove Club“ auf, eine Band, die „ehrlichen Rock mit Councious-Rap vereinen und damit bunteste Bilder in die Köpfe drücken“, wie auf „Backtsage Pro“ beispielsweise zu lesen ist.

"Wer ohne Kratzer unten ankommt, hat nichts zu erzählen“: Mit diesem Motto tobt die Band nach eigenen Worten über die Bühnen. „Inspiriert von sphärischen Post-Rock-Klängen und dicken Mittelfingern a la Rage Against the Machine“ soll mit deutschem Rap-Rock aus Marburg harsch an den Stäben unseres Käfigs gerüttelt werden.

Ihre Show zeigt, wie der Club die Dinge sieht: mal schön, mal hässlich, aber immer ungefragt „voll in die Fresse“. Seit Ende 2018 sogar zusammengepresst zu ihrem eigenen „Tapetenwechsel". 

Das bunte Inferno schaut man sich am besten selbst aus nächster  Nähen, meint die Band: am 15. Februar beispielsweise in Cölbe.

Aber  keine Angst, mit dem Abriss der Hallen wird ein Neubau eingeleitet,  der gemeinsam mit der im Sommer fertigen Sanierung des Verwaltungsgebäudes ein Arrangement bildet, das weiterhin Kunst, Kultur und Musik beherbergen wird.

Mehr zu Kunst, Kultur und Musik auf der Seite "WABLage 2.0"

 

 

WABL | Wohnen. Arbeiten. Beschäftigen. Leben.

7.400 m² Miteinander – unter diesem Motto entsteht auf dem 7.400 Quadratmeter großen Gelände in der Cölber Lahnstraße ein ganz besonderes Projekt. Ein Projekt, das Menschen verschiedener Altersgruppen, unterschiedlicher Herkunft und aus sämtlichen sozialen Schichten ein bedarfsgerechtes, weitestgehend barrierefreies Zusammenleben ermöglicht. Ein Projekt, das Arbeitsplätze schafft und ansiedelt.Das Menschen ohne Qualifikation oder mit nicht dokumentierten Qualifikationen eine Beschätigung und den (Wieder-)Einstieg ins Arbeitsleben ermöglicht. Und das gleichzeitig eine Plattform bietet, die nicht nur für gewerbliche Kooperations- und Unterstützungsprojekte, sondern auch für jene des bürgerlichen Engagements und der Gemeinwohlarbeit gedacht ist.

Im Jahr 2016 hat der St. Elisabeth-Verein dieses seit 10 Jahren brach liegende Areal erworben, um, inspiriert von der Grundidee eines Bauhauses, ein innovatives und zukunftsorientiertes Modell des sozialen Miteinanders zu erschaffen, das sich auch den Herausforderungen des demografischen Wandels stellt. Eine Plattform, auf der neben scheinbar unterschiedlichen Gestaltungsformen auch verschiedene Arbeits- und Betätigungsfelder und somit auch verschiedene Lebensentwürfe und -formen miteinander verbunden werden. Auf der aus dem zarten Pflänzchen der Idee eines sozialen Zusammenlebens eine Pflanze des Miteinanders und Füreinanders werden kann – natürlich auch mit den Menschen rundherum, den Cölberinnen und Cölbern.  
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