Spontane Fortsetzung der Party

Drei nach der Abrissparty durften die Einsatzabteilungen der Feuerwehren aus Albshausen und Schwabendorf die Abrissparty in den WABL-Hallen fortsetzen. „Dank des St. Elisabeth-Vereins konnten wir eine praktische Ausbildung zur notfallmäßigen Türöffnung stattfinden lassen“, sagt  Feuerwehrmann Matthias Scheuer. Elf Kameraden und Kameradinnen trafen sich abends, um mittels Feuerwehraxt und Hallligantool das fachgerechte Öffnen von Türen zu üben.

Hintergrund dieser Übungseinheit ist das Einsatzbild "Notfallmäßige Türöffnung". In diesem Falle wird die Feuerwehr vom Rettungsdienst oder der Polizei zur Unterstützung gerufen, in den meisten Fällen kann eine hilflose, kranke Person die Türe nicht mehr selbständig öffnen.

„Nicht selten geht es dann um Minuten, daher sollte jeder Handgriff in einem solchen Notfall sitzen", macht Scheuer die Bedeutung der Übung deutlich.

 

Zum Abschied fallen Wände und fliegen Kissen

Abrissparty in den Cölber WABL-Hallen: 70 Gäste im Alter von 7 bis 70 feiern mit Rockmusik des „Bazouka Groove Clubs“

Danke - das war ein toller Abriss-Abschied des St. Elisabeth-Vereins von den Industriehallen in Cölbe! 70 Gäste im Alter von 7 bis 70 feierten mit Rockmusik des „Bazouka Groove Clubs“. Dabei gab’s nicht nur mit den Stücken aus dem Album "Tapetenwechsel" ordentlich was auf die Ohren: Die meist Jugendlichen Gäste entdeckten beim Tanzen die in der Ecke liegenden Kissen aus der kurz zuvor abgebauten Paletten-Lounge – die Rock-Kissenschlacht ließ nicht lange auf sich warten. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, nicht nur weil Keyboarder Philipp Greiner eigentlich als Erzieher beim St. Elisabeth-Verein arbeitet und ein Großteil der jugendlichen Gäste ihn nicht als Rockmusiker kennt – aber auch.

„Wir haben zwar auch schon vor großem Publikum gespielt, aber diese Stimmung und das Mittendrin mit dem Publikum war schon etwas Besonderes“: Marcus Müller, Niklas Vetter, Sebastian „Basti“ Blanke, Joscha Mengel und Philipp Greiner, die fünf Rockmusiker waren begeistert von ihrem Auftritt und wollen zum „Aufriss“ der neuen Gebäude unbedingt mit von der Partie sein.

Nebenan fielen derweil Wände: Ausgerüstet mit Helm, Brille, Hammer und Meißel hämmerte Jung und Alt bis die ausgewählten Mauern gefallen waren. Oder es wurde ein letztes Mal gepinselt oder gesprayt. Ein letztes Mal hinterließen Besucher ihre Spuren, so auch der Graffiti-Sprayer Moritz Habermann, der am Abriss-Party von der Möglichkeit erfahren hatte, sich ein letztes Mal an den Wänden auslassen zu können.

Aber keine Angst, mit dem Abriss der Hallen wird ein Neubau eingeleitet, der gemeinsam mit der im Sommer fertigen Sanierung des Verwaltungsgebäudes ein Arrangement bildet, das weiterhin Kunst, Kultur und Musik in der Cölber Lahnstraße 8 beherbergen wird.

 

„Tapetenwechsel“ einmal vor dem Abriss: Party am 15. Februar mit „Bazouka Groove Club“

"Bazouka Groove Club" mit (von links): Marcus Müller, Niklas ¬Vetter, Sebastian „Basti“ Blanke, Joscha Mengel und Philipp Greiner.

 „Tapetenwechsel“ - der Titel des Debüt-Albums der Rap-Rock-Band „Bazouka Groove Club“ scheint, als wäre eigens für die Abrissparty am 15. Februar ab 19 Uhr in den WABL-Hallen in der Cölber Lahnstraße geschrieben.

Doch mitunter trügt der Schein, die Band passt einfach zur Abrissparty in den ehemaligen Industriehallen, wenn der St. Elisabeth-Verein Marburg vor dem Rückbau  - so heißt es im Amtsdeutsch so schön – noch einmal in den Hallen feiert, in denen drei Jahre lang eine Vielzahl von Veranstaltungen stattgefunden hat. Das Wort  Abriss darf am 15. Februar ab 19 Uhr bei der Party wörtlich genommen werden – wenn auch nur an einer Wand: Dürfen Steine rausgehämmert und gerne auch mitgenommen werden. Zudem ist an einer weiteren Wand freies Malen angesagt: fast ohne Grenzen.    

Dazu tritt der „Bazouka Groove Club“ auf, eine Band, die „ehrlichen Rock mit Councious-Rap vereinen und damit bunteste Bilder in die Köpfe drücken“, wie auf „Backtsage Pro“ beispielsweise zu lesen ist.

"Wer ohne Kratzer unten ankommt, hat nichts zu erzählen“: Mit diesem Motto tobt die Band nach eigenen Worten über die Bühnen. „Inspiriert von sphärischen Post-Rock-Klängen und dicken Mittelfingern a la Rage Against the Machine“ soll mit deutschem Rap-Rock aus Marburg harsch an den Stäben unseres Käfigs gerüttelt werden.

Ihre Show zeigt, wie der Club die Dinge sieht: mal schön, mal hässlich, aber immer ungefragt „voll in die Fresse“. Seit Ende 2018 sogar zusammengepresst zu ihrem eigenen „Tapetenwechsel". 

Das bunte Inferno schaut man sich am besten selbst aus nächster  Nähen, meint die Band: am 15. Februar beispielsweise in Cölbe.

Aber  keine Angst, mit dem Abriss der Hallen wird ein Neubau eingeleitet,  der gemeinsam mit der im Sommer fertigen Sanierung des Verwaltungsgebäudes ein Arrangement bildet, das weiterhin Kunst, Kultur und Musik beherbergen wird.

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